Veröffentlicht: 29. Januar 2012, 18:30
| Von Henning

Livescribe Pulse Smartpen 4GB im Test

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Dann stelle ich mich heute als neuer Autor von TechFokus vor, der fortan hier schreiben wird und euch mit innovative und neuen Ideen aus der Technikwelt versorgen wird. Dennoch weiß bestimmt jeder, das alles was neu ist und glänzt nicht gleich gut ist. Dafür habt ihr nun mich, der die Produkte kritisch begutachtet und schaut ob sie wirklich zu gebrauchen sind! Als meinen Erstbeitrag stelle ich euch den “Livescribe Pulse Smartpen” vor, ein Stift mit dem ihr eure Schrift mit Gesprochenen verbinden könnt und es gleichzeitig digitalisieren könnt. Eine tolle Lernmethode!

Allgemein:

Also der Pulse Smartpen ist ein Stift in dem ein kleines Technikmonster schlummert, optisch unterscheidet er sich ein wenig von einem normalen Stift, er ist ein wenig dicker im Umfang und das Gewicht ist auch schwerer, was aber der Technik in dem Stift zugesagt werden kann.

Unten am Stift ist die Patrone, die gewechselt werden kann und welche in verschiedenen Farben im Internet erhältlich ist. Neben der Patrone befindet sich unter dem Stift eine Infrarotkamera, die die Punkte und Daten auf dem speziellen Papier liest und somit die Position auf den Blatt auf dem ihr schreibt bestimmt, zudem weiß der Stift auf welchen Block ihr schreibt und kann Gesprochenes mit dem Geschriebenen verbinden.

Neben dem Sensor ist auf den Stift ein Display eingefasst worin auch ein Mikrofon ist, welches neben dem geschriebenen auch das gesprochene Wort aufnimmt. So könnt ihr nach dem Interview/Schulstunde etc. auf ein beliebiges Wort im Text mit den Stift tippen und der Stift spielt euch das gesprochene ab, was zu diesem Zeitpunkt als ihr das Wort/Text geschrieben habt aufgenommen wurde, über den PC oder dem Lautsprecher im Stift möglich.

Über das Display könnt ihr in den Optionen des Stiftes spielen, könnt entscheiden wie laut der Stift etwas wiedergeben soll, Akkulaufzeit checken, ob er den Speicher löschen soll oder könnt einstellen das ihr jetzt Piano spielen wollt. (Richtig gelesen ihr könnt Piano spielen, später mehr.) Viel mehr gibt es dort auch zu entdecken.

Aufgeladen wird der Stift über eine USB-Dockingstation, welche an einer Schnittstelle am Stift andockt und so den Datentransfer und den Auflademechanismus gewährleistet.

Zu guter letzt ist am anderen Ende oben noch ein Steckplatz für einen 3D Headset zu finden (welches mitgeliefert wird)


Verpackung/Lieferung:

Kauft man nur den Stift mit Packung erhält man schon allerhand Dinge und kann schon loslegen. Der Stift (die ältere Version “Pulse”) kommt in einer Blauen Packung 22x24cm in der der Stift schon sichtbar hervorsticht.

Öffnet man die Packung und nimmt den ersten Schutzdeckel weg, springt einem gleich 2 kleinere Benutzerhandbücher entgegen die den Stift und seine Funktion und benötigte Software erklären.

Unter den Benutzerhandbüchern befindet sich ein kleines Din A3 großes Notizbuch, in dem man mit dem Schrift schreiben kann und welches ein 2 Seitiges Tutorial für den Stift und einüben seiner Fähigkeiten dient. Der Rest sind unbeschriebene Seiten welche für seine eigene Kreativität genutzt werden kann.

Notizblock weggelegt kommen nun kleinere Fächer zur Sicht, welches diversen Zubehör für den Stift bereithalten.

Dort hätten wir zum einen die USB-Ladestation für den Stift, welche wie oben schon beschrieben, für den Datentransfer und Aufladung dient. Zum anderen gibt es eine kleine Lederhülle in den man den Stift sicher vor Staub verstecken und bequem mit sich herumtragen kann. Das 3D Headset mit dem man hören und aufnehmen kann. Unter dem Headset versteckt liegen noch 2 Patronen mit schwarzer Farbe für den Stift.

Das wichtigste was die Packung enthält ist natürlich der Stift. Die “Pulse” Variante kommt mit einem silbernen aus Metall gefertigten Stift welcher entweder einen 2GB oder 4GB Speicher enthält, je nach dem was man kauft. Die 4GB Version reicht aus um ungefähr 400 Stunden Audioaufnahmen aufzunehmen.

Das Prinzip

Wie funktioniert es überhaupt das der Stift aufzeichnen kann, was man schreibt und woher weiß er überhaupt auf welcher Seite und welchem Block man sich befindet? Die Lösung liegt hier bei 2 Seiten, einmal dem speziellen Papier auf dem man mit dem Stift schreiben muss. Es ist mit vielen kleinen Punkten versehen, welche die Daten enthalten damit der Stift weiß wo er sich genau befindet und welche Seite/Block wir jetzt verwenden. Dafür sorgt die Infrarot Kamera welche am unteren Ende des Stiftes (siehe Bild) neben der Kugelschreibermine, hinten in dem Stift eingefasst, sich befindet.

Dort sticht auch die Schwäche des Stiftes hervor, denn zum Schreiben benötigt man spezielles Papier, was man käuflich in verschiedenen Blockformen erwerben kann oder auch selber ausdrucken kann aber nur wenn man einen Laserstrahldrucker bei sich zu Hause stehen hat.

Während wir auf den Papier schreiben, können wir auch die Aufzeichnungsfunktion starten, dies geht leicht über das Papier, denn unten am Block sind bestimmte Felder womit wir den Stift navigieren können, die DinA4 Blöcke haben unten noch ein erweitertes Menü womit man noch mehr Funktionen mit einem kürzeren Weg aktivieren und deaktivieren kann.

Der Stift hat noch weitere Funktionen, z.B. kann man mit ihm rechnen, auf der Hauptseite eines Notizbuches von Livescribe sind Zahlen eingefasst womit man im Menü die Zahlen eingeben kann, die Rechnung erscheint im Display sowie das Ergebnis.

Auch kleine spielerische Funktionen gibt es, so kann man wenn man ein Piano mit Tasten auf das Papier malt und es antippt es spielen wenn man auf die einzelnen gemalten Tasten tippt. Wofür man das brauchen kann? Weiß ich auch nicht!

Auf dem Bild mit dem Notizbuch seht ihr noch weitere Funktionen die man abrufen kann. Im Standby zeigt der Stift zudem euch die Uhrzeit und die Akkuanzeige an.


Der Alltagstest

Ich habe mir den Stift geschnappt und hin und wieder im Unterricht etwas mitgeschrieben.
Das Schreiben gestaltet sich ein wenig schwer am Anfang, da der Umfang doch ein wenig größer und das Gewicht etwas schwerer ist als bei normalen Kugelschreibern oder Füllern. Mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch daran und kann schnell mitschreiben. Die Aufnahmefunktion für meine eigenen Notizen erfüllt ihren Zweck und verbindet sich perfekt mit den geschriebenen Worten, meine Stimmte ist laut und klar zu verstehen. Ich könnte mir nur vorstellen an lauteren Unterrichten oder Gegenden könnten andere Stimmen stören.

Zu Hause habe ich meine Notizen auf den PC übertragen, dafür ist aber eine spezielle Software von Livescribe nötig, die man im Internet kostenlos herunterladen kann, denn mitgeliefert in der Verpackung wird keine CD. Die Software und das Menü von Livescribe lässt sich recht gut navigieren, man wird über Updates für den Stift und der Livescribe Software informiert und hat eine gute Übersicht über alle Papiere die man schon beschrieben und auf den PC übertragen hat. Man kann einzelne Seiten auswählen und Wörter die mit Audioaufnahmen verbunden sind, heben sich blau hervor und können an Stellen wo man klickt abgespielt und über die PC Lautsprecher gehört werden.

Das Löschen von Dateien (Audio und Notizdateien) auf den Stift ist ein wenig fummelig kann aber über das Menü des Stiftes erreicht werden. Über den PC sind die Dateien auch zu erreichen und auch zu löschen.

Was mir im Laufe der Benutzung aufgefallen ist, ist das der Stift am Anfang sehr kostenintensiv ist. Es reicht nicht den Stift an sich zu kaufen, wenn man keinen Laserstrahldrucker wie ich besitze muss man auch größere Blöcke kaufen, welche im 4er Pack â 80 Seiten im Internet auf verschiedenen Seiten für ca. 20€ bestellbar sind. Auch muss man bei leeren Patronen neue im Internet bestellen, da dies Spezielle sind und nicht nachfüllbar sind. Die Patronen halten lange bei mir aber Vielschreiber werden Probleme dort bekommen und schnell neue Bestellen müssen. Man kann auch mit leeren Patronen weiterschreiben, nur sieht man das geschriebene nicht aber es taucht in der digitalen Form auf den PC auf. icon wink Livescribe Pulse Smartpen 4GB im Test

Wer seine Handschrift in Computerschrift umwandeln möchte hat gute Chancen, denn dafür gibt es externe Anbieter von Programmen (oft auch ein Kostenfaktor), welche die Livescribe Dokumente scannen und das geschriebene Wort in Wordcomputerschrift ersetzen, so das man sie weiter auf den PC bearbeiten kann.


Fazit:

  • Gute Möglichkeit zum digitalisieren seiner Schrift
  • Für Schüler/Studenten eine gute Lernhilfe
  • Bugfixing, Softwaresupport sehr gut
  • Denkbar auch für Journalisten
  • Anfänglich Kostenintensives Zubehör
  • Am Anfang gewöhnungsbedürftiger Umgang
  • Leider gibt es keine Alternativen zu dem Zubehör

Dennoch sehe ich den Stift als eine gute Erfindung an, auch wenn man in Sachen Zubehörwahl sehr eingeschränkt ist und man am Anfang etwas tiefer in die Taschen greifen muss damit man ihn nutzen möchte. Ich empfehle ihn daher auch nur für die die einen großen Lerneffekt mit dem Gehör haben und auch welchen die z.B. im Studium ihn viel nutzen können.

Die neuere Version “Livescribe Echo Smartpen” welche die neue Version des Stiftes aus Kunststoff enthält schwankt zwischen 110 Euro bis 160 Euro. Die ältere Variante Pulse aus Metall gibt es schon ab 80 Euro in der 2 GB Version die 4 GB Version oft schon ab 120 Euro im Internet zu finden.

Links:

  • Livescribe Homepage
  • Livescribe Pulse Smartpen 2GB bei Amazon bestellen

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- Autor und kleines Rad bei TechFokus ;)