Veröffentlicht: 23. Oktober 2011, 16:13
| Von Julian

Das HTC Radar im Test - Windows Phone schlägt sich gut

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Im heutigen Test haben wir das HTC Radar welches wir uns nun nach dem Unboxing ein wenig genauer anschauen werden. Zunächst aber zu den technischen Daten.

technische Daten

Maße/Gewicht: 120.5mm x 61.5mm x 10.9mm / 137 Gramm
Betriebsystem: Windows Phone 7.5 Mango
Display: 3,8 Zoll Display mit 480 x 800 Pixeln
Prozessor: 1Ghz (Single-Core)
Arbeitsspeicher: 512mb
Speicherplatz: 8gb
Kamera Rückseite: 5 Megapixel-Kamera mit 720p Videofunktion
Kamera Vorderseite: VGA-Kamera (0,3 Megapixel)
Konnektivität: W-Lan, Bluetooth, GPS, HSPA+ (bis zu 14.4mbps)
verfügbare Farben: metal silver und weiß

Verarbeitung und Design

Die Verarbeitung ist wie ich es von HTC gewohnt bin sehr positiv. Das Gehäuse besteht zu großen Teilen aus Aluminium was es sehr angenehm in der Hand, aber auch sehr stabil wirken lässt. Einzig der Bereich um die Kamera wo vermutlich auch die Antenne verbaut ist und der Bereich um die Sim-Karte einzustecken sind aus Kunststoff. Der Akku ist leider fest verbaut und lässt sich somit nur vom “Fachmann” austauschen. Wenn man die Sim-Abdeckung entfernt geht das Gerät automatisch aus. Die Tasten wie Ein/Ausschalter, die Lautstärketasten und die Kamerataste wirken stabil und gut verarbeitet. Hier wackelt wirklich garnichts und man hat das Gefühl von einem hochwertigen Smartphone.

Bei der Akkulaufzeit darf man wie bei vielen aktuellen Smartphones keine Wunder erwarten. Nach normaler Nutzung mit 3G und co. kommt man hier kaum über einen Tag bevor das Gerät wieder an die Stromquelle muss.

Bedienbarkeit

Die Geschwindigkeit hat sich dank dem Qualcomm Scorpion Prozessor und natürlich wegen Windows Phone 7.5 Mango gegenüber den vorigen Modellen um einiges verbessert. Auch mit der aktuellsten Mango-Version kann die vorherige Windows Phone-Generation von HTC einfach nicht mithalten in Sachen Geschwindigkeit. Im direkten Vergleich mit dem HTC Mozart zeigt sich dass HTC viel nachgebessert hat und ein deutlicher Geschwindigkeitschub zu spüren ist.

Softwaremäßig wurde gegenüber der ersten Windows Phone 7 Version einiges getan. Man kann nun zum Beispiel direkt aus der Bing-Suche auf die Kamera zugreifen und einen QR-Code bzw. einen Text zum Übersetzen scannen. Das Übersetzen hat in unserem Tests nur sehr schlecht funktioniert, mit QR-Codes kam es aber ganz gut zurecht. Außerdem kommt eine Musikerkennung sowie eine Spracherkennung in Windows Phone Mango die in unseren Tests auch wirklich gut funktioniert haben und somit eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Programme wie Shazam werden dadurch übrigens fast überflüssig, da das System genau wie bei Shazam einen Verlauf anlegt um die Lieder entweder direkt über den Windows Marketplace zu kaufen oder in dem Musikshop seiner Wahl.

Die Kontakte-App erhält ebenfalls einige gute Neuerungen. Somit lassen sich nun alle möglichen sozialen Netzwerke eines Kontakts in einer Ansicht vereinen und die Statusupdates von Facebook und co. anzeigen lassen. Auch Bilder sind nun über das Kontaktprofil aufrufbar und dieses kann man direkt auf den Startbildschirm legen um auf Kontaktfavoriten einen schnelleren Zugriff zu bekommen. Die Kontakte lassen sich nun in Gruppen organisieren sodass man zum Beispiel eine Nachricht oder E-Mail an mehrere Kontakte gleichzeitig senden kann oder nur die Statusupdates von bestimmten Personen sehen will. Praktischer geht es nicht!

Eine heiß erwartete Funktion von Windows Phone Mango ist sicherlich das Multitasking. Wenn man lange auf den “zurück”-Button drückt bekommt man nun eine webOS-ähnliche Kartenansicht aller offenen Applikationen die man durch links und rechtscrollen auch wechseln kann. Einzig das Schließen ist aus dieser Ansicht nicht möglich. Hier wäre ein kleiner “x”-Button an den Applikationen wirklich wünschenswert.

Die Nachrichten-Applikation hat nun eine Funktion bekommen um viele Nachrichtenquellen zu vereinen. Man kann nun zum Beispiel aus einer Ansicht Facebook-Nachrichten und SMS an einen Kontakt verschicken, ohne dass man die Applikation wechseln muss (Facebook-Chat ist übrigens in Mango sehr schön integriert). Alte webOS-Nutzer wie ich kennen diese Funktion bereits unter Synergy welche hier in Windows Phone sehr gut übernommen wurde. Noch sehr schick gelöst ist die Schnellstartfunktion der Kamera. Wenn man den Kamerabutton ca. 2 Sekunden gedrückt hält startet die Kamera und man kann Bilder schießen, obwohl das Gerät vorher gesperrt war.

Der Windows Marketplace wächst und wächst, somit man kaum mehr auf Apps der “großen” wie iOS und Android verzichten muss. Auch der heiß erwartete WhatsApp Messenger hat es nun auf Windows Phone geschafft. Wer die Apps mal durchstöbern will kann dies übrigens über den Web Marketplace machen. Im September waren es übrigens schon über 32.000 Apps im AppCatalog und das nach nur einem Jahr bestehen von Windows Phone 7.

Die 5-Megapixel Kamera macht durchschnittliche Bilder. Da die die meisten Personen sowieso nur für Schnappschüsse verwenden ist dies auch oft nicht das ausschlaggebende Kriterium. Schick ist jedoch die Panoramafunktion, direkte Anlegen von diversen Filtern beim Fotografieren und die Mehrbildfunktion. Letztere macht durch einfaches Drücken des Auslösers direkt 5 Bilder hintereinander. Im Folgenden ein paar Testbilder.

Fazit

Die vorgestellten Funktionen sind natürlich nicht die Einzigen, die mit Windows Phone Mango neu hinzukommen. Wir haben euch nur eine Auswahl vorgestellt, die das schicke und mit 3.8 Zoll Display relativ handliche Gerät sehr nutzbar machen. Mit einem Preis von knapp 350€ liegt es im mittleren Preisbereich und wird deshalb auch einige Abnehmer finden die ein einfach zu bedienendes Smartphone ohne viel schnickschnack suchen.

zum Autor

- Seit mehreren Jahren bin ich im Technikblogging-Bereich unterwegs und betreibe u.a. erfolgreich den webOS-Blog.