Veröffentlicht: 02. Dezember 2011, 16:49
| Von Julian

Ice Cream Sandwich Gerät Samsung Galaxy Nexus im Test

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Das Samsung Galaxy Nexus wurde zeitgleich mit dem neuen Android Ice Cream Sandwich vor mehr als etwa 1.5 Monaten veröffentlicht und ist seitdem eines der am meisten erwartete Gerät unter den Android-Fans, aber auch bei ehemaligen iPhone Liebhabern. Heute Mittag haben wir uns das Galaxy Nexus ja schon in einem ersten Video etwas angeschaut und mit dem Galaxy S2 verglichen und jetzt wollen wir euch unsere ausführlichen Eindrücke des Geräts vermitteln. Viel Spaß!

technische Daten

Maße/Gewicht: 136mm x 68mm x 8,8mm / 135gramm
Betriebsystem: Android Ice Cream Sandwich 4.0.1
Display: 4.65 Zoll bei 1280×720 Pixeln (720p)
Prozessor: 1,2Ghz Dual-Core TI OMAP 4460
Arbeitsspeicher: 1gb
Speicherplatz: 16gb (13.3gb nutzbar)
Kamera Rückseite: 5 Megapixel-Kamera mit 1080p Videofunktion
Kamera Vorderseite: 1,3 Megapixel
Konnektivität: W-Lan, Bluetooth, GPS, HSPA+ (bis zu 14.4mbps), NFC
verfügbare Farben: grau schwarz

Verarbeitung und Design


Die Verarbeitung ist wie wir es von Samsung eigentlich nur gewohnt sind durchweg positiv. Dadurch dass das Gerät keine Hardwaretasten mehr hat nutzt das Display die komplette Fläche aus und somit ist zwischen dem unteren Displayrand und der Kante des Geräts auch nur 1.6mm Platz was vor allem bei Videos im Quermodus sehr angenehm ist. In der Hand fühlt es sich, obwohl nur Kunststoff zum Einsatz kommt sehr sehr gut an. Es ist nicht zu schwer und durch das etwas gebogene Display ist es auch sehr angenehm beim Telefonieren. An der Unterkante des Displays befindet sich erstmals eine Benachrichtigungs-LED, die in verschiedenen Farben leuchten kann. Für die Farbeinstellungen gibt es derzeit leider noch keine Möglichkeit diese zu ändern. Dies wird aber mit Sicherheit in einem kommenden Update nachgeliefert.

Die Rückseite ist aus dem Kunststoff wie er derzeit bei vielen Geräten von Samsung zu finden ist und auch im Galaxy S2 verbaut ist. Auf dem Kunststoff finden wir übrigens noch das Google und Samsung Logo und auch die 5 Megapixel-Kamera mit dem LED-Blitz. Seitlich befindet sich noch ein 3-Pin Connector welcher für das optional erhältliche Dock bestimmt ist. Dieses ist jedoch leider noch nicht lieferbar. Etwas ungewohnt ist bei dem Galaxy Nexus der Kopfhöreranschluss an der Unterseite angebracht, an der Oberseite hingegen finden wir gar nichts.

Das Display ist sicherlich eines der Highlights des Geräts. Es besitzt eine Auflösung von 1280×720 Pixeln, ist somit HD-Ready (720p) und ist eines mit SUPER AMOLED Technologie. Dadurch ist es auch extrem Hell durch die hohe Pixeldichte ist mit bloßem Auge kaum ein Pixel auf dem Display zu erkennen.

Besitzer des Nexus S müssen sich ein wenig umgewöhnen, denn obwohl das Galaxy Nexus nicht viel größer ist als das Galaxy S2 ist es für Nexus S Besitzer dennoch ein relativ großer Sprung. Samsung hat hier aber genau die Waage zwischen Nutzbarkeit und Displaygröße getroffen. Das Sensation XL wäre mir zum Beispiel für den Dauereinsatz zu schwer und groß, beim Galaxy Nexus ist das jedoch optimal.

Bedienbarkeit

Die wichtigste Neuerung an dem Gerät ist sicherlich die neue Android Version Ice Cream Sandwich, um genauer zu sein die Versionsnummer 4.0.1 die hier vorinstalliert ist. Diese Android-Version hat eine Rundumerneuerung in Sachen Design, aber auch Funktionsumfang bekommen. Dies fängt schon beim Sperrbildschirm an, über diesen kann man nämlich nun direkt die Kamera starten, oder auch Benachrichtigungen ansehen. Gleichzeitig ist natürlich auch die Benachrichtigungs-LED ein großer Fortschritt, die wir schon bei vielen Android Geräten haben und die gerade für mich als Person die das Handy oft lautlos hat sehr praktisch.

Die Möglichkeiten zum Entsperren des Displays haben sich ebenfalls erweitert und nun gibt es auch die Option per Gesichtserkennung Zugang zum Galaxy Nexus zu bekommen. In meinen Tests funktionierte dies wirklich sehr gut, jedoch wird man auf das Sicherheitsrisiko hingewiesen, denn mit einer Person die euch ähnlich sieht oder mit einem Bild entsperrt sich das Gerät dann ebenfalls.

Der Startbildschirm bekam einige Anpassungen und nun gibt es 5 Seiten die ihr mit eurem Apps und Widgets belegen könnt. Widgets könnt ihr nun nicht mehr über länger drücken auf den Startbildschirm hinzufügen sondern nur über das Menü wenn ihr ganz nach rechts scrollt. Die Widgets ansich sind nun Scrollbar, was zum Beispiel bei dem Googlemail Widget relativ praktisch ist. Außerdem lassen sie sich (fast) beliebig in der Größe verstellen. Die neue Ordnerfunktion ist sehr an iOS angelehnt. Sobald man ein App-Icon auf ein anderes zieht wird dieser erstellt und kann umbenannt werden. Trotz der hohen Auflösung lassen sich leider nur 4×4 Icons auf dem Display ablegen, da sollte aber ein alternativer Launcher wie zum Beispiel Launcher Pro Abhilfe schaffen.

Geöffnete Apps können beim Galaxy Nexus sehr einfach über die rechts Softwaretaste verwaltet werden. Die Apps sind chronologisch sortiert nach der letzten Nutzung und lassen sich durch nach links oder rechts schieben ganz einfach schließen. Die Bedienung der Softwartasten stellte in unserem Test übrigens kein Problem dar. Sie sind genauso gut wie die beim Nexus S bedienbar und reagieren immer sehr schnell.

Allgemein können nun Apps besser deinstalliert werden und man muss sich nicht mehr durch komplizierte Einstellungsmenüs hangeln. Dies geschieht ganz einfach in dem ihr länger auf die Apps drückt und diese dann in die obere linke Bildschirmecke in den Bereich deinstallieren zieht. Nach einer Bestätigung ist diese dann gelöscht.

Im Einstellungsmenü findet sich nun auch eine Datenverbrauchsanzeige. Dies ist vor allem wichtig wenn ihr einen Datentarif mit begrenztem Inklusivvolumen nutzt. Die Obergrenze und eine Warngrenze lassen sich sehr einfach einrichten und auch die Übersicht für die einzelnen Apps und die Möglichkeit Hintergrundtätigkeiten zu deaktivieren ist wirklich sehr schick gelöst. Falls man also einen Datenfresser vermutet lässt sich dieser ganz einfach identifizieren.

Das neue Wörterbuch überprüft nun viel besser die eingegebenen Wörter, kleinere Fehler werden sofort korrigiert, sobald ein Wort jedoch unbekannt ist wird dies aber rot unterstrichen und man hat die Möglichkeit dieses in das Wörterbuch hinzuzufügen.

Der Browser Synchronisiert jetzt automatisch die Lesezeichen mit dem Google Chrome und auch eine Funktion um Seiten offline zu lesen ist eingebaut. Bei mobilen Webseiten lässt sich standardmäßig die Desktop-Webseite aktivieren und das Tabbed-Browser dem Multitasking sehr ähnlich und Tabs lassen sich sehr einfach durch nach links oder rechts schieben um sie zu schließen. Screenshots sind nun übrigens endlich ohne Zusatzsoftware möglich. Dafür drückt ihr einfach für ca. eine Sekunde den Power-Button und den leiser-Button gleichzeitig.

Die Kamera mit 5 Megapixel macht durchschnittliche Bilder, nichts besonderes aber jetzt auch nicht wirklich schlecht. Die Kamera des Galaxy S2 kann mit dieser Kamera auf jeden Fall mithalten. Die Bildbearbeitungsfunktionen sind sehr praktisch. Man kann nun von Haus aus Bilder in der Größe ändern, drehen, oder mit diversen Effekten versehen. Im Anschluss ein paar Beispielbilder und ein Testvideo in FullHD (1080p).

Wer die beschriebenen Neuerungen nun noch gerne in Videoform haben will kann sich auch das über 20 minütige Video anschauen.

Natürlich habe ich das Galaxy Nexus auch noch einem obligatorischen Benchmark mit AnTuTu unterzogen. Dort hat das eine Punktzahl von 6132 Punkten erreicht, das Galaxy S2 mit dem CyanogenMod 7 installiert im Vergleich mit 6320 Punkten schon noch ein kleines Stück mehr. Dies liegt denke ich an der angepassten Android-Version und daran dass im Galaxy S2 der gleiche Prozessor wie im Galaxy Nexus verbaut ist.

Fazit

  • gute Verarbeitung
  • liegt angenehm in der Hand
  • viele Verbesserungen in Android Ice Cream Sandwich
  • trotz des großen Displays angenehm groß (verglichen mit dem Sensation XL)
  • keine Erweiterungsmöglichkeiten im Speicher
  • kein HDMI Anschluss
  • “nur” 5 Megapixel Kamera

Mit dem Samsung Galaxy Nexus zeigt Google wieder einmal wo die Reise hingeht. Es ist wohl derzeit das erste Android Ice Cream Sandwich Smartphone auf dem Markt und kann in fast allen Bereichen Punkten. Leistungsmäßig liegt das Galaxy S2 gleich auf, optisch gefällt mir das Galaxy Nexus jedoch um einiges besser. Die Kanten sind abgerundet und es liegt einfach gut in der Hand. Langzeittests über die Akkulaufzeit können wir euch leider noch nicht bieten, jedoch wird diese wohl im Bereich von einem Tag liegen. Das Galaxy Nexus gibt es derzeit bei Saturn oder Mediamarkt für 529€. Alternativ kann es natürlich auch zum Beispiel bei Amazon zum gleichen Preis vorbestellt werden.

zum Autor

- Seit mehreren Jahren bin ich im Technikblogging-Bereich unterwegs und betreibe u.a. erfolgreich den webOS-Blog.

  • BloodyJoe

    Hammers! Das mit ner QWERTZ Tastatur wär des perfekte Smartphone!

  • http://techfokus.de/galaxy-nexus-heute-fur-519e-bei-computeruniverse-033494/ Galaxy Nexus heute für 519€ bei Computeruniverse - TechFokus

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