Spotify mal kurz ausprobiert
Seit gestern gibt es bei uns den Streaming Dienst Spotify. Wer es immer noch nicht kennt, es handelt sich hierbei um einen Musik Streaming Dienst, welcher mit 15 Mio. Titeln kostenfrei viel Musik in petto hat. Derzeit gibt es mit Simfy und dem ganzen Rest scheinbar ganz gute Alternativen, ich muss jedoch sagen, dass ich die Inhalte so noch nie genutzt habe. Bis jetzt…
Ich nutze Google Music, das ist jedoch wenig vergleichbar, da der Dienst in Deutschland offiziell nicht angeboten wird und man seine eigene Musik immer noch besitzen muss. Diese wird anschließend auf Googles Server hochgeladen und man kann diese überall (Internetanschluss vorausgesetzt) anhören.
Bei Spotify muss man jedoch nicht im Besitz der Musik sein. Vorteil: Je nach Laune kann man sich halt anhören, was man will, vor allem wenn YouTube aus bekannten Gründen streikt und man zufällig einen gewünschten Titel nicht in seiner Musiksammlung hat. Deswegen habe ich seit gestern Spotify schätzen und lieben gelernt. Natürlich kann ich schlecht sagen, wie es mit den Alternativdiensten aussieht, da ich diese selbst nicht genutzt habe, aber Erfahrungen könnt ihr ja ruhig in Kommentare schreiben. Jedenfalls war ich überrascht, dass die Musikauswahl doch recht groß ist, egal aus welchem Genre, auch viel Independent Zeug.
Ein wenig störend fand ich, dass ein Facebook Account Pflicht ist. Gut, in der heutigen Zeit sollte man schon über solch ein Account verfügen, aber das hat halt weiterhin nicht jeder und auch eine normale Anmeldung wäre einfach wünschenswert. Durch die Vernetzung zwischen Facebook und Spotify könnt ihr auch euren Freunden nachstalken, die eventuell auch Spotify nutzen. Ob man so etwas braucht, ich weiß es nicht und das muss jeder selbst entscheiden. In der rechten Leiste bekomme ich jedoch auch normale (und nicht befreundete) Personen angezeigt, aber mir ist das relativ “wurscht”.
Natürlich ist nichts umsonst, denn der Dienst ist etwas eingeschränkt. Zitat: “Zu Beginn bekommst du 10 Stunden zum Streamen, in jeder weiteren Woche erhältst du 2.5 zusätzlich. Streaming-Zeit, die du in einer Woche nicht verwendest, wird gespart. Insgesamt kannst du bis zu 10 Stunden ansparen. Jede Woche, immer am gleichen Tag und ungefähr um die gleiche Uhrzeit, zu der du dein Spotify-Konto registriert hast, bekommst du neue Streaming-Zeit auf dein Konto gebucht. Du kannst jeden Titel insgesamt 5 Mal hören, dieses Limit wird nicht wöchentlich zurückgesetzt.Sollte es den gleichen Titel auf einem anderen Album geben, kannst du auch diesen Titel 5 Mal streamen.”
Wer dies erweitert nutzen möchte, muss daher zu einem kostenpflichtigen Abo greifen. 4,99€ bzw. 9,99€ werden fällig, doch damit kann man nicht nur uneingeschränkt Musik genießen, sie wird in besserer Qualität gestreamt und auch mobile Apps für Android etc. lassen sich nutzen. Wobei ich die Qualität des kostenfreien Angebots keinesfalls schlecht finde.
Eventuell werde ich mir auch noch die alternativen Dienste angucken, momentan bin ich mit Spotify sehr zufrieden. Wer also über ein Facebook Konto verfügt und einen doch sehr gemischten Musikgeschmack hat, sollte sich Spotify unbedingt mal angucken, kostet ja (im Moment noch) nichts. Und selbst wenn, ich würde mal behaupten, es lohnt sich, solange man kein Fan von Vinyls oder CDs ist, die man umbedingt regelmäßig im Regal betrachten möchte


